Die Strecke zwischen Sydney und Melbourne zählt zu den beeindruckendsten Roadtrips in Australien. Auf dieser Route entdeckt ihr atemberaubende Küstenlandschaften, charmante Kleinstädte und geschützte Nationalparks voller einzigartiger Flora und Fauna. Hier erfahrt ihr alles über die besten Etappen, unverzichtbare Highlights und wertvolle Tipps für eure Reiseplanung.
Ich liebe diese Route besonders, weil sie so gut für Einsteiger geeignet ist. Die Distanzen sind überschaubar, die Straßen einfach zu befahren, und unterwegs findest du wunderschöne Orte. In diesem Guide nehme ich dich mit auf unseren 2-wöchigen Roadtrip – inklusive persönlicher Tipps, Highlights und ehrlichen Kosten.
Unsere Reiseroute im Überblick
Start: Sydney
Ziel: Melbourne
Dauer: 12 Tage
Gesamtstrecke: ca. 1.200 km (zzgl. Ausflüge)
Beste Reisezeit: November-März (Trocken, angenehme Temperaturen)
Fortbewegung: Camper
Warum du diesen Roadtrip unbedingt fahren solltest
Wenn du das wahre Australien erleben willst, ist diese Route genau richtig für dich. Sie verbindet das urbane Flair zweier Metropolen mit unberührter Natur, einsamen Stränden und aufregenden Wildtierbeobachtungen. Egal, ob du im Camper reist oder in Hotels übernachtest – jeder Abschnitt dieser Strecke steckt voller besonderer Erlebnisse.
Unterwegs erwarten dich spektakuläre Sonnenaufgänge über dem Ozean, Delfine, die sich spielerisch in den Wellen tummeln, und lebendige Küstenstädte mit kulinarischen Köstlichkeiten. Dieser Roadtrip bedeutet Freiheit pur – mit jeder gefahrenen Meile erlebst du neue Facetten Australiens.
Beste Reisezeit
Die ideale Reisezeit liegt zwischen November und März – also vom australischen Frühling bis in den Herbst. In diesen Monaten sind die Temperaturen angenehm warm, die Küstenorte lebendig und das Meer lädt zum Baden ein. In den Sommermonaten (Dezember bis Februar) kann es wesentlich voller sein – vor allem um Weihnachten.
Sydney -Melbourne mit dem Camper
Wir haben uns für die Reise im Camper entschieden – und würden es jederzeit wieder tun! Diese Art zu reisen bietet euch maximale Flexibilität, eine enge Verbindung zur Natur und unvergessliche Nächte unter dem Sternenhimmel.
Einer der schönsten Momente war unser Aufenthalt im Wilsons Promontory Nationalpark. Unser Stellplatz lag direkt in der Natur, Wombats liefen neugierig um uns herum, und der klare Nachthimmel funkelte über uns. Solche Augenblicke machen diesen Roadtrip einmalig.
Falls ihr kein Wohnmobil mieten möchtet, gibt es selbstverständlich auch die Möglichkeit, mit einem Mietwagen zu reisen und in Hotels oder Motels entlang der Route zu übernachten.
Die besten Routenoptionen von Sydney bis Melbourne
Die Entfernung zwischen den beiden Städten variiert je nach Route. Die direkte Inlandstrecke misst etwa 880 Kilometer, während der malerische Sydney-Melbourne Coastal Drive sich über etwa 1.700 Kilometer erstreckt. Beide Routen bieten faszinierende Einblicke in die abwechslungsreiche Landschaft Australiens.
Grundsätzlich gibt es zwei Hauptwege, um von Sydney nach Melbourne zu gelangen:
- Die Küstenroute (Sydney-Melbourne Coastal Drive): Diese führt euch an der atemberaubenden Ostküste entlang. Sie ist ideal für alle, die spektakuläre Strände, charmante Küstenorte und Nationalparks lieben.
- Die Inlandroute: Diese Variante führt euch durch die Australischen Alpen und vorbei an den Blue Mountains. Wer Berglandschaften und kulturelle Stopps wie Canberra schätzt, wird diese Route genießen.
Wer die Zeit hat, kann beide Strecken kombinieren und so das Beste aus beiden Welten erleben.
Die perfekte Route: Sydney-Melbourne Coastal Drive
Hier zeige ich euch Tag für Tag, welche Strecke wir gefahren sind und was wir gesehen und erlebt haben.
Tag 1: Sydney – Shellharbour (130 km)
Highlights:
- Royal Nationalpark
- Figure Eight Pools
- Sea Cliff Bridge
- Wollongong
Unsere Reise begann mit einem Stopp im Royal Nationalpark, der sich mit seinen üppigen Wäldern und spektakulären Küstenansichten als ein wahrer Geheimtipp erwies. Die Wanderung zu den Figure Eight Pools war anspruchsvoll, aber der Anblick der natürlichen Felsenbecken war es absolut wert. Danach fuhren wir über die beeindruckende Sea Cliff Bridge, wo wir eine kurze Pause einlegten, um die Wellen zu beobachten, die gegen die Klippen schlugen. In Wollongong ließen wir den Abend mit frischen Meeresfrüchten am Hafen ausklingen.
Tag 2: Shellharbour – Booderee-Nationalpark (115 km)
Highlights:
- Kiama Blowhole
- Jervis Bay
- Hyams Beach
Der Tag begann mit einem Besuch des berühmten Kiama Blowholes, das mit unglaublicher Kraft Wasser in die Luft schoss. Weiter ging es zur Jervis Bay, die uns mit ihrem türkisblauen Wasser verzauberte. Der feine, weiße Sand von Hyams Beach fühlte sich unter unseren Füßen an wie Puderzucker – hier hätten wir den ganzen Tag verbringen können.
Tag 3: Booderee-Nationalpark – Moruya Heads (180 km)
Highlights:
- Pebbly Beach
- Batemans Bay
- Clyde River
Wir erlebten eine einmalige Begegnung mit Kängurus am Pebbly Beach – sie hüpften in aller Ruhe durch den Sand, während wir am Ufer entlang spazierten. Batemans Bay empfing uns mit maritimem Flair, und am Clyde River konnten wir frische Austern direkt vom Erzeuger genießen.
Tag 4-5: Moruya Heads – Eden (185 km)
Highlights:
- Merimbula
- Eden Killer Whale Museum
- Walbeobachtung
Eden zählt zu den besten Orten für Walbeobachtungen, und wir hatten das Glück, einige Buckelwale direkt vor der Küste zu sehen. Ein Besuch im Eden Killer Whale Museum gab uns faszinierende Einblicke in die Vergangenheit der Region.
Tag 6: Eden – Mallacoota (90 km)
Highlights:
- Ben Boyd Nationalpark
- Mallacoota Inlet
Der Ben Boyd Nationalpark beeindruckte uns mit seinen leuchtend roten Klippen, die in der Nachmittagssonne glühten. In Mallacoota fanden wir einen der ruhigsten Strände der gesamten Reise.
Tag 7: Mallacoota – Lakes Entrance (210 km)
Highlights:
- Gippsland Lakes
- Bootstouren und Angeln
Lakes Entrance ist das Herz der berühmten Gippsland Lakes, einem der größten zusammenhängenden Binnengewässer Australiens. Hier genossen wir eine entspannte Bootsfahrt, die uns vorbei an Sanddünen und abgelegenen Buchten führte. Das klare Wasser war perfekt für eine Erkundungstour per Kajak, und wir sahen zahlreiche Pelikane und Kormorane, die sich an den Ufern niederließen. Nach einem langen Tag gönnten wir uns ein köstliches Fischgericht in einem der Restaurants am Hafen – frischer geht es kaum!
Tag 8: Lakes Entrance – Seaspray (175 km)
Highlights:
- Ninety Mile Beach
- Einsame Strände und Naturerlebnisse
Der Ninety Mile Beach ist ein Naturparadies, das sich fast endlos entlang der Küste erstreckt. Als wir am Morgen barfuß durch den weichen Sand liefen, fühlte es sich an, als wären wir die einzigen Menschen auf der Welt. Die Wellen rauschten unaufhörlich an den Strand, und wir konnten den Anblick und die absolute Ruhe in vollen Zügen genießen. Wer einen abgelegenen, unberührten Ort sucht, um die Schönheit der Natur zu erleben, wird diesen Abschnitt lieben.
Tag 9-10: Seaspray – Wilsons Promontory (240 km)
Highlights:
- Wilsons Promontory Nationalpark
- Tidal River Campground
- Wanderung auf den Mount Oberon
Wilsons Promontory ist eines der absoluten Highlights dieser Reise. Schon die Fahrt in den Nationalpark ist beeindruckend, denn die Landschaft wird zunehmend wilder und ursprünglicher. Am Tidal River Campground angekommen, wurden wir von neugierigen Wombats empfangen, die gemütlich über den Platz trotteten. Die Wanderung auf den Mount Oberon war anstrengend, aber die Aussicht vom Gipfel entschädigte für jede Mühe – der Blick auf die zerklüftete Küste und die vorgelagerten Inseln war atemberaubend.
Tag 11: Wilsons Promontory – Cape Paterson (130 km)
Highlights:
- Cape Paterson Strände
- Erholung in idyllischer Natur
Nach den vielen Erlebnissen der vergangenen Tage gönnten wir uns hier eine entspannte Auszeit. Cape Paterson ist ein eher ruhiger, aber wunderschöner Küstenort, der mit seinen einsamen Stränden und dramatischen Klippen überzeugt. Wir verbrachten den Tag mit Spaziergängen entlang der Küste und ließen den Abend mit einem Picknick am Meer ausklingen.
Tag 12: Cape Paterson – Cowes / Phillip Island (80 km)
Highlights:
- Phillip Island
- Pinguinparade
Phillip Island ist weltbekannt für seine Pinguinparade – und es war definitiv eines der niedlichsten Erlebnisse dieser Reise. Nach Sonnenuntergang watschelten hunderte kleine Pinguine aus dem Wasser an den Strand, um in ihre Nester zurückzukehren. Ein einzigartiger Moment, den wir so schnell nicht vergessen werden.
Was hat uns der Roadtrip gekostet?
Für zwei Erwachsene und zwei Kinder, 2 Wochen:
Kategorie Kosten (2 Erw. + 2 Kinder)
Camper (inkl. Versicherung) ca. 3.000 €
Campingplätze ca. 600 € (ca. 45 €/Nacht)
Benzin ca. 200 €
Lebensmittel & Snacks ca. 600 €
Restaurantbesuche ca. 300 €
Touren & Aktivitäten ca. 800 €
Sonstiges (Parkgebühren etc.) ca. 150 €
Gesamtkosten: ca. 5.650 € für 4 Personen
Spartipps für die Route Sydney-Melbourne
- Nutze günstigere Campingplätze ausserhalb der gößeren Ortschaften
- Selbstverpflegung spart absolut! Plant weniger Restaurantbesuche.
- Touren gezielt auswählen (z. B. Pinguin-Parade selbst ohne große Tour buchen)
Mein Fazit
Diese Route eignet sich perfekt für alle, die Australien zum ersten oder zweiten Mal bereisen. Du bekommst hier alles: spektakuläre Natur, charmante Orte, entspannte Küstenorte – ohne dass du riesige Distanzen zurücklegen musst. Für uns war es eine Reise voller Nähe zur Natur, tierischer Begegnungen und echter Roadtrip-Freiheit.
Die Reiseroute von Sydney nach Melbourne ist eine perfekte Mischung aus Abenteuer, Natur und Kultur. Diese Reise schenkt euch unvergessliche Erlebnisse und zeigt euch einige der schönsten Seiten Australiens. Wer Freiheit und Entdeckerlust liebt, sollte sich diesen Roadtrip nicht entgehen lassen!